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Der Traum von der eigenen Bar „Teil I“ – ein Insider berichtet

Viele träumen davon, eine Bar, eine Kneipe oder ein Cafe zu eröffnen. Stefan Schenkelberg (56) hat sich diesen Traum erfüllt: Erst arbeitete er zusammen mit seiner Frau in der mobilen Gastronomie als Imbisswagenbesitzer in London, bis heute der Startschuss für die „Schenkelberg’s London Bar“ fiel – eine Bar, die an die Pubs in London erinnern soll. Geplant ist ein Pub Konzept nach britischer Art, d.h. ohne Tischservice und mit Bestellung und Bezahlung direkt an der Theke, Gigs (Live-Musik Events) am Abend und Quiz oder Debatten als besondere Abendveranstaltungen (Engländer debattieren halt gerne und beteiligen sich gerne an Quiz Abenden wo es was zu gewinnen gibt). Auch lieben es die Briten i.S. Live Musik das ihre Pubs hier ein Angebot haben. – Homepage in Bearbeitung – anschauen

Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Bar zu eröffnen?

Not macht erfinderisch. Wir hatten keinen blassen Schimmer wie und ob wir mit einer Imbissbude für die Bratwurst in London Erfolg haben werden als wir unser Geschäft im April 2011 begannen. Doch sehr schnell zeigte sich das ein blosses Geschäft mit unserer einzigartigen „Riesendose“ keine tragfähige Geschäftsidee ist. Dafür ist die „Dose“ einfach zu kompakt, zu klein! Ab diesem Moment beschäftigten wir uns mit dem Gedanken, unsere Gastronomie auf einem sozusagen zwei-geteilten Fundament aufbauen zu können. Zum einen eine Bar zu betreiben und zum anderen die mobile Küche als Hauslieferant für Schnellspeisen einzusetzen. In London suchten wir vergeblich nach einer Lösung da die Kosten einfach zu hoch waren und unser Geschäft nicht genügend abwarf um diese Kosten decken zu können bzw. eine entsprechende Finanzierung auf die Beine zu stellen.

Was fandst du an der Idee so toll?

Wir haben uns dran gewöhnt mit Gästen zu tun zu haben und es ist wahnsinnig schön. Man lernt so viele Menschen kennen und erfährt täglich Anerkennung für den Job den man macht. Für sich selbst hatte man immer genug zu essen und man mußte dafür nichts bezahlen. Mit einer Bar läßt sich das Schnellimbissgeschäft komplementieren und ein mobiler Imbisswagen in der Form unserer Dose läßt sich leicht als Werbeträger für die Bar verwenden (so als zusätzlicher Nutzen!).

Warum das Konzept einer London Bar?

Wir hatten es mit vielen Briten zu tun in der langen Zeit als wir in Großbritannien und insbesondere in London gelebt haben. Wir verstehen die Mentalität der Briten und auch die Vorlieben dieser Menschen und glauben das die Briten in Sachen Gastronomie (gemeint ist die Art und Weise wie man aus dem Gastronomiegedanken Spass und Spannung für den Gast erzeugen kann) den Deutschen sogar voraus sind.

Wie viel Startkapital hattest du?

Sehr wenig. In unserem Fall ist es die Tatsache das wir über die Jahre hinweg Freundschaften aufgebaut haben. Freunde sind das A und O um in der Gastronomie Erfolg zu haben. Ohne Freunde läuft nix. Ich wills mal so erklären: Wir begannen im Jahr 2011 Freunde zu gewinnen die uns über die Jahre treu geblieben sind und von denen wir die Anerkennung als Gastronomieehepaar erfuhren. Das Bar-Projekt wäre nicht „ohne Freunde“ weiterzuentwickeln. Heute sind wir in der Bar und bereiten unseren Einsatz vor. Unser Imbisswagen in den bayrischen Farben diente uns sozusagen als Sprungbrett.

in der Bar…..Vorbereitungen treffen

Also kann man es mit wenig oder gar keinem Kapital schaffen eine Bar zu eröffnen?

Nein, grundsätzlich nicht! Mit Freunden die an euch glauben geht es. Aber auch gute Freunde begegnen euch nicht blauäugig! Das Konzept muß passen und es passt nur wenn alle Parteien dabei glücklich sind! Man muß sich die Lorbeeren sozusagen erst einmal verdienen. Das dauert mit Sicherheit einige Jahre in denen man eisern am Ball bleiben muß. „Geht nicht gibts nicht“ war das Motto von Herrn Schenkelberg und deshalb kämpften sie als Team, Tag für Tag, und sie haben den Kampf bis heute immer noch nicht aufgegeben.

Was braucht man also um als Neueinsteiger eine Bar zu eröffnen?

150.000 Euro minimum denn man bekommt nicht eine komplett eingerichtete Bar für einen Preis unterhalb dieser Summe. Dies würde allerdings voraussetzen das man alles selber macht; für einen kompletten Umbau müsste man schätzungsweise vier Monate einplanen. Auch hier wären Freunde und Bekannte die entsprechendes Know-how haben um diese Umbaumaßnahmen bewerkstelligen zu können, wichtig. Für Neueinsteiger ist ein solches Projekt mit einem solchen Finanzierungsvolumen nur machbar wenn entsprechendes Eigenkapital „Angespartes“ verfügbar ist und das wiederum erfordert einen guten Job gehabt zu haben oder „reiche Eltern.“

Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben in England immer wieder einmal mit einem Newsletter auf unser Geschäft hingewiesen und so wird es auch heute geschehen wobei wir planen den gesamten Turm anzuwerben..nicht nur unsere Bar. Der Gastro Turm Schickeria bietet einige Highlights auf die wir natürlich aufmerksam machen wollen. Auf vier Ebenen befinden sich Gastronomiebetriebe. In punkto Attraktivität für Entertainment und gemütliches Ambiente bleibt der Turm ein zentrales Thema in Waldkirchen. „Ich habe einen solchen Gastronomiekomplex in Erinnerung behalten aus meiner Zeit als junger Erwachsener als ich in Luxemburg ein Arbeitsplatz hatte; dort stand ein ähnliches Gastronomieobjekt und..es war sehr begehrt!“ sagt Stefan Schenkelberg.
Bemühungen werden in den nächsten Wochen intensiviert um rasch einen Termin für die Neueröffnung festlegen zu können.

Wie habt ihr den Standort für eure Bar ausgesucht?

Uns war wichtig, dass die Bar in dieser Kurstadt zentral liegt. Wir liegen zwar ganz gut (Anmerkung der Redaktion: In der Kapellenstrasse am Busbahnhof), aber nicht so gut wie zum Beispiel Läden neben dem Garhammer Geschäftszentrum am Marktplatz. Die sind oft besser besucht. Zu uns muß man halt erst noch um die Ecke gehen. Dadurch wird sich unsere Bar erst mal rumgesprochen haben müssen. Für die PR liegen bereits Angebote von regionalen Zeitungsverlagen vor und ein Imagefilm ist wieder einmal geplant mit unserem Freund Fred Weidler, Weidler TV aus Mainz.

..erwartet Teil II der Veröffentlichungsreihe „Der Traum von der eigenen Bar – ein Insider berichtet.“

Marketing, Design / Projektentwicklung
Schenkelberg’s London Bar i.Gr.

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