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Erinnerung an Rainer

Familienvater benannte seinen Foodtruck, die Riesendose, in liebevoller Erinnerung an seinen Bruder Rainer

image - Tribute to Brother Rainer
Tribute to Brother Rainer

Der Schmerz saß tief beim Verlust des überaus geliebten Onkels, Schwager und meinem zwei Jahre älteren Bruder der, trotz schwerster Behinderung seit Geburt, mit seinem warmen lieben Herzen einem Übermenschen gleichkam. Er verstarb plötzlich und unerwartet im März 2015 im Alter von 54 Jahren und sein Name wird fortan als Erinnerung auf unserem Foodtruck stehen. In unserer Trauer verbeugen wir uns in Dankbarkeit und Respekt, dass Rainer trotz einer unvorstellbar schweren Behinderung das Leben gemeistert hat. Er war, wie wir alle waren, streng christlich aufgewachsen und das Vertrauen auf Gott hat ihm, da bin ich mir sicher, Mut und Lebenswille gegeben.

seltenes Bild aus dem Jahr 1998 : zu sehen ist Rainer der mich zusammen mit unserer Mutter und Schwester (nicht auf dem Foto) in Limburg/Lahn, wo ich in einem Hotel einquartiert war, besuchte.

Ich weiß wie sehr es ihn bewegt hatte als er erfuhr was uns in Deutschland vor über 20 Jahren geschehen war, als wir uns von unserem Heimatland verabschieden mußten. Heute weiß ich das er nicht nur daran litt sich nicht wie andere bewegen zu können und nicht zu sprechen; er wurde Zeuge einer Begebenheit mit der Polizei. Drei Polizisten kamen in mein Elternhaus als wir bereits nach Amerika ausgereist waren und erkundigten sich nach uns. Sie sahen meinen Bruder am Boden liegen und erhoben die Stimme. Ihre Worte waren verletzend als sie sinngemäß sagten: „Warum liegt der da am Boden? Kann der nicht aufstehen?“ Rainer hat nie mit mir über diesen Zwischenfall gesprochen aber meine Mutter verriet mir dies später nach seinem Tod. Rainer konnte nicht sprechen und die Art und Weise wie wir mit ihm kommunizieren konnten ist nicht einfach zu erklären; es war sozusagen eine Vermischung von buchstabieren einzelner Worte und Einschaltung der Logik die dann in der Kombination den Zusammenhang, den er uns mitteilen wollte, schlüssig machte. Im Laufe der Jahre wurde die Kommunikation mit unserem Familienmitglied immer ausgereifter und schneller. Aber warum hatten wir es mit Polizisten zu tun? Es ist ja kein Geheimnis das meine Familie unschuldige Opfer von Korruption und Kriminalität wurden das zu der Ausreise aus Deutschland im Jahr 1994 führte. Unsere Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof, die wir unterstützt durch einen Enthüllungsjournalisten eingereicht hatten, wurde allerdings abgewiesen da wir in Deutschland nicht alle Rechtswege ausgeschöpft hatten. Ich versprach das wir ihn so oft als möglich besuchen kommen. Rainer konnte uns leider nie in der Ferne aufsuchen und wir beschränkten uns auf die wenigen Besuche, d.h. ein bis zweimal im Jahr, wo wir ihn sehen konnten. Etwa einen Monat vor seinem Tod hatten wir uns das letzte Mal gesehen. Er war schwach da er eine starke Bronchitis versuchte zu bekämpfen. Ich nahm ihn auf meinen Arm und versuchte ihn ein paar Schritte machen zu lassen..er schaffte nicht einen einzigen Schritt.

Seine Beine waren sehr dünn, so dünn wie das Handgelenk eines Kindes. Ich war es gewöhnt ihn so zu sehen da ich mit ihm zusammen aufgewachsen war und bis zu meinem 25. Lebensjahr im Elternhaus gelebt hatte. Beim Baden halfen wir nicht selten alle im Haushalt mit. Sein Körper war so sanft, zart und man konnte jede einzelne Rippe aus seinem Oberkörper sehen. Ich stelle mir vor das für mancheinen das Bild seines Körpers erschreckend gewesen sein würde. Einmal im Monat, seit seiner frühen Kindheit, fuhren wir zur Behindertengymnastik nach Oberursel im Taunus wo u.a. Spezialisten und Doktoren für spastisch gelähmte Menschen/körperlisch Behinderte mit uns sprachen und wir Tips bekamen wie wir Rainer’s Leben den Umständen entsprechend lebenswert gestalten können. Später bekam Rainer Unterricht. Er wurde von Lehrern zu Hause besucht wo meine Eltern für ihn einen Raum einrichteten wo er eine Schreibmaschine benutzen konnte die er mit seinem Kopf bediente und er erlangte schließlich den Hauptschulabschluß mit 17 Jahren..wenn ich mich recht erinnere. Wir waren eingeschränkt in dem was manche sich unter einem normalen Kindheits- und Familienleben vorstellen; Bei uns gab es beispielsweise keine Zeiten wo die Familie ausging und Restaurants besuchte. Stattdessen unternahmen wir Besuche im Park wo wir Rainer in seinem spezialgefertigten Rollstuhl transportierten und abwechselnd den Rollstuhl schoben. Dann waren es die sonntäglichen Besuche zum Gottesdienst wo wir oft einen Wallfahrtsort Nähe Koblenz besuchten. Urlaub im Hotel war für uns nicht möglich und wir mußten auf Ferienhäuser ausweichen. Als Kinder waren wir ziemlich oft an die Nordsee gefahren wo die Luft half Rainer’s Atemwege freizuhalten. Sein Körper verkrümmte sich im Laufe seines Lebens und die Orthopäden mußten ihm, um diesem unaufhaltsamen Erkrankungszustand der ihm nach Aussage der behandelnden Ärzte schließlich das Atmen erschweren wird, regelmäßig die Rückenlehne seiner Rollstühle anpassen.

Foto des Marathon Mannes
London Marathon 2014 – „Der Marathon Mann rennt für seinen Bruder „

Zu den Prognosen über die Lebenserwartung meines Bruders bekamen wir schon früh in seiner/ unserer Kindheit Auskunft. Es wurde ihm maximal 20 Jahre vorhergesagt und dementsprechend, wäre die Arztprognose eingetreten, hätte er das 25. Lebensjahr nicht mehr erlebt. Mein Vater saß oft in sich gekehrt da; das konnte ich immer mal wieder beobachten. Dachte er an seinen ältesten Sohn, dachte er vielleicht das es besser wäre wenn er sterben würde? Dachte er vielleicht das es eine Erlösung für ihn wäre? Meine Gedanken als Kind kreisten umher aber wir alle liebten unseren Rainer sodaß ich mich ständig von diesen Gedanken lösen konnte.

Ja es wäre schön gewesen wenn wir hätten alle ein normales Leben haben können..ohne all diese Einschränkungen aber der Gedanke an ein Leben ohne ihn war viel schlimmer als der Wunsch nach einem „normalen“ Leben. Rainer war der Mittelpunkt unserer Familie und es lief nichts ohne ihn. Er wurde rund-um-die-Uhr von meiner Mutter gepflegt. Wir beide, meine Schwester und ich, spielten mit ihm. Jeder auf seine Weise. Meine Schwester ist 7 Jahre jünger und ich war zwei Jahre jünger als Rainer sodaß in den frühen Kindheitsjahren bereits ein enges Verhältnis zu meinem Bruder bestand das sich im Spiel sei es beim Ölmagnat, Monopoly, Mühle oder auch Mensch-Ärgere-Dich-Nicht nicht gerade auszahlte; Ich verlor halt oft die Spiele!

Rainer war immer sehr besorgt über alle in der Familie. Er betete viel und machte Freund mit einem hohen Geistlichen der, sofern es ihm die Zeit wo er sich nicht im Vatikan befand zuließ, ihn immer wieder besuchte und ihm die heilige Kommunion brachte. Diese Freundschaft ist natürlich über seinen Tod aufrechterhalten geblieben und der Pater war erst vor kurzem zu Besuch bei meiner Mutter, Irmgard Schenkelberg, der Trägerin des Bundesverdienstordens am Bande (das ihr für die Pflege von Kranken und Behinderten vor einigen Jahren verliehen wurde), die zu ihrem 82. Geburtstag eingeladen hatte.

Rainer wäre an diesem 1. Januar 2019 achtundfünfzig Jahre alt geworden.

Stefan Schenkelberg
Eigentümer
Rainer’s Bavarian Grill

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The Food Stall name

Family to name their Giant Can in memory of their “loving” Rainer

an update | 7th May 2015 | two revisions

A family devastated by the loss of a much-loved uncle, brother-in-law and brother with a “loving heart” who passed away suddenly and unexpected are to  name their ‚can‘ in his memory.

 

They will continue to serve traditional German dishes in their festival ‘can’.

Mr Stefan Schenkelberg said the family had several ideas for the name but that Gourmet Express Mobile Catering’s Rainer’s Bavarian Grill “was the only name my wife liked.

He added that: “Nearly everyone that knew Rainer has said the same – he would have loved for his brother’s family in distant London to have their trading pitch and a crowd of customers in London. He would have wished to see Stefan being able to re-dress their trading vehicle in the Bavarian colors; this will surely open up new opportunities – a stepping stone to new prominent trading spots in Central London. Rainer loved Stefan’s home-made German curry sauce the most and he was recently full of praise when he learnt of the company’s deal with London wholesalers to purchase imported German wurst. It was only a dream for the Schenkelberg’s but early this year a London trading space has been allocated. This dream is now set to become reality, but sadly after the passing of Rainer.

Rainer was 54 years of age and truly lived a life beyond anybody’s belief. A highly intelligent lad, he communicated with his relatives in Potters Bar using a head-band and a PC and he read with great interest news and updates about the ‘can’. He wasn’t able either to speak or to walk suffering from cerebral palsy since his birth.

“I think he’d be excited and pleased for the family.”

Mr Schenkelberg feels that people in Potters Bar had been supportive of new progress for the ‘can,’ to open a food shop 17km down the road from where the business can become a serious contender in the small world of London’s German specialities. As a reminder, Stefan hit the headlines in Potters Bar some 11 months ago when he was running the London marathon in aid of his brother; Monies raised at the can was collected for Action Medical Research, a charity to help sick and disabled children. “We will of course continue to raise much needed fundsStefan running the marathon for this charity and the newly formed company has already adopted a policy to include not only the continuation of air fryers as healthy cooking alternatives but also and most importantly supportive activities to help the charity,” Stefan pointed out. “My brother is dead but many children will be born and we want to make sure that they stay healthy, so we hope this year will be a year to give generously to Action Medical Research,” he replied when asked about the companies’ charity of the year 2014.

 

“We needed words of encouragement after Rainer passed away. Death struck twice within six months. The death was a terrible tragedy, yet another one of the family’s greatest advocates of German food for London had to go. We’ve had an amazing amount of positive comments from many customers and fans alike, many of whom we met during the course of our trading when we went out with our Coca Cola shaped iconic looking food wagon to spoil the taste buds of our friends, the Brits. New strategies will hopefully make the change and we can continue to support customers and, what we consider as the greatest challenge, the London community with our new designed food truck at large,” he said.

“The loss of a close family member who was paralysed is something no family should have to live with, especially when the family’s hope, dreams and aspirations to support that member by being nearby was destroyed some 20 years ago when they departed their homeland for America and later the United Kingdom following the experience of crime and corruption. „We really have just begun to resume normal lives in a foreign land” Mrs Schenkelberg said when pointing out new challenges to grow their food business.

“But when you haven’t fulfilled the pledge of returning to support the people caring for my brother, first and foremost my beloved mother, Mrs Irmgard Schenkelberg (78), bearer of one of the highest civilian awards granted by the German Government for the care and dedication she has afforded to the sick and housebound, when illness and age becomes a burden, it’s hard to bear,” Stefan points out.

“As a family you have so many questions – like what happened after you had spoken to the person just a couple of days before his death. You go over every detail of your relationship with your brother.

“Like many brothers and sisters, we support each other. Generally, you want to make sure you are close to your brother or sister when they are ill and not able to communicate with each other, other than through face-to-face meetings. We were however close in spirit and thoughts. Still, it’s hard when you’re not given the chance to try and support them by being available to them any time.

“When you grow up with a brother who is restricted due to the worst form of cerebral palsy you worry the more about the things that are out of your control – childhood illness, accidents and the dangers that are out there. You don’t stop to think of the difficulties of their life qualities when they get older.
“I know Rainer’s mom, myself and our family will never get over it. It’s always going to be there.”
“Re-opening our catering van in Bavarian colors will be our tribute to Rainer.”